Lesung „Briefe an mich“

Ich hatte mich darauf eingestellt, eine Packung „Gedichte zum Pflücken“ |ext.| anzufertigen und einen Zweig damit zu bestücken, weil ich nicht recht mit Besucherinnen oder Besuchern rechnete – diesen Blog liest noch keiner der Näherwohnenden (ODER?), meine persönlich Eingeladenen haben sich nicht angemeldet, wie ich gebeten hatte (um mich mit Kaffee und Tee darauf einrichten zu können) und die Schaufenster-Besuchenden kommen gewohntermaßen nicht rein. (Wie im Internet: Freundliches Lächeln, viele Likes. Ganz unverbindlich.)

Ich war nur deshalb gekommen, weil ich einen kleinen Zettel ohne diesen Hinweis ausgehängt hatte und weil ich annahm von einigen Geladenen, dass sie möglicherweise spontan kommen würden, ohne meiner Bitte zu entsprechen. Ich wollte diese Menschen nicht auskunftslos vor einer verschlossenen Tür stehen lassen.

Dann kamen nacheinander zwei mir noch unbekannte Damen, die es aus der Zeitung wussten.

Ja, ich hatte jemanden in meinem Verteiler, der bei der Zeitung arbeitet. Ich hatte ihm die Einladung aber nicht als Pressemitteilung geschickt. Da muss ich wohl noch was lernen…

Nun, es wurde eine kurzweilige und inspirierende Stunde mit meinen für mich überraschenden Gästen (DANKE!), ich hoffe, nächstes Mal trauen sie sich und bringen Selbstgeschriebenes mit!!! (Und dem Reporter: Ist ja nochmal gut gegangen.) (Schade, dass er nicht gekommen ist. Mit eigenen Texten. Oder um einen Bericht zu schreiben für die Zeitung.)

Lesung „Briefe an mich“

Denk-Raum

Denken und Betrachten
Selber Denken: Hier über Grundbedürfnisse von Manfred Max-Neef

Ich habe eigentlich nur ein paar hässliche Flecken verdecken wollen. Für eine Autorenlesung. Dann sah es aus wie ein laufender Mensch, schematisch. Und dann packte ich ihm die 9 Werte in den Bauch, die Manfred Max-Neef als universell für alle Menschen gültige Grundbedürfnisse herausgearbeitet hat. (Nr. 10 sehe ich im Ganzen repräsentiert.) Die Gliedmaßen tragen die Daseinsformen, die uns zur Verfügung stehen und ebenfalls Bedürfnis sind: Sein, Haben, Tun, Sich Befinden. Diese „Sammlung“ stimmt mich optimistisch: Tun ist uns ein Bedürfnis, nicht nur Haben!

Wenn ich den Laden mieten kann, mache ich auch die Wände ordentlich. Beinahe schade. (Aber: das muss mich ja von nichts abhalten, auch nicht vom Denken.) Wer mit mir gemeinsam denken möchte, ist herzlich eingeladen.

Denk-Raum

Selber denken macht munter

So würde ich zusammenfassen, was mir widerfährt, wenn ich zu den Veranstaltungen im Rahmen von Zukunftsstadt Malchin gehe. Klar, es gibt erst mal einen Vortrag, aber da es sich für mich nicht um eine Pflichtveranstaltung handelt, eine Zwangsfort- oder -weiterbildung, die ich eben vorweisen muss, höre ich genau hin. Ich meine, das mache ich auch sonst – wenn ich schon mal da bin…

Ich werde richtig munter bei den Zukunftsstadt-Veranstaltungen. Nicht nur, dass mir in Vielem aus dem Herzen gesprochen wird: Es bewegen mich Fragen: Wie sollen Menschen, die sich gegenseitig darin bestätigen, dass sie ohnehin nichts ändern können, wieder beginnen zu träumen? Wie können sie, die sie auf die Frage, wie es ihnen geht, nicht müde werden zu sagen „Muss ja“ (alle, einhellig!), zurückfinden in den (Gedanken)Spielmodus? Heraus aus dem Teufelskreis der geringsten Übel?

Selber denken macht munter

Selbst gemachte Buchstaben

Selbermachladen
„Selbermachladen“ – selbst gemachte Buchstaben

Diesen Schriftzug setze ich nun als Blog-Bild ein… Als Schulkind beginnen wir, selber Buchstaben zu formen, jede*r die eigenen. Schriftenmaler*in ist ein Beruf. Was macht eine Schriftart aus? Nach welchen Kriterien richten sich die Profis? Sind meine Buchstaben schon eine Schriftart?

Ich weiß es nicht. Das wäre mal eine Idee für einen Vortrag oder Workshop. Mal sehen. (Wenn genügend Teilnehmer*innen sich interessieren, organisiere ich gern einen!)

Selbst gemachte Buchstaben

Zeitungsartikel Sa/So, 06./07.02.2016

Ja, nun wissen die Malchiner*innen, mit wem sie’s zu tun haben…

Es steht geschrieben, ich hätte gesagt, dass unser Schulsystem kaputt ist. Ganz so sehe ich das nicht, ich denke nicht, dass das „System“ kaputt ist. Es bringt nur nicht die gewünschten Ergebnisse. Schon gar nicht, wenn man – wie ich – möchte, dass die Kinder einfach in Ruhe lernen dürfen. Ganz zu schweigen von den Krankheitsstatistiken – nicht nur der Kinder.

Wenn ich gut gebildete Kinder will, dann schere ich sie nicht zeitgleich über einen Kamm (Jahrgangsdurchschnitt). Ich schaue, dass sie das, was sie gerade lernen, gut lernen. Ungehetzt. Unabgebrochen. Und dass sie ihre Tests, wenn es denn nicht ohne geht, erst dann machen, wenn sie sich selbst dafür bereit fühlen. Und ich sorge dafür, dass sie so gut beraten sind, dass sie gute Ergebnisse erreichen.

Zeitungsartikel Sa/So, 06./07.02.2016

Maske bauen – die Bilder

Jetzt endlich ein paar Bilder vom Kostümbau. Inzwischen hat es seinen Dienst getan.

Mehl
Mehl
Mehlpamps
Mehlpamps (405er Mehl und Wasser)
Kostüm: Brustpanzer
Die Rüstung wird mit weißem Papier beklebt. Der Mehlpamps tut gute Arbeit…
Maske
Kostüm: Maske, ein mit Zeitungspapier und Mehlpamps beklebter Luftballon
Maske
Luft ablassen: einfach aufschneiden
Maske
Blick in die Maskenkugel: nicht gleichmäßig beklebt…
Maske
Fast fertige Maske. Sie wird noch geweißt und bekommt von innen Stoff vors Visier.
Kostüm: Brustpanzer
Ist klar, was es wird???
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