LEO Lernbegleitung

Den Laden nutze ich nicht mehr, jetzt ist Freiluft-Saison. Ich stehe aber weiterhin für kleine Bastelwillige zur Verfügung. Alle sind außerdem eingeladen, meine eigenen Selberlern-Versuche auf YouTube zu betrachten.  Jedenfalls die Ergebnisse davon: LEO Videos. Lernbegleitung ist nun zu einer Hauptaufgabe geworden. Ich helfe Kindern, die in der Schule nicht mehr mitmachen möchten, weil es zu schnell geht oder sie aus anderen Gründen die Freude daran verloren haben.

LEO steht für Lernfreude, Eigenantrieb und Ordnungssinn.

Auf dem Profilbild sieht man mein Schaufenster.

LEO Lernbegleitung

Gesprächsabend Lernen

Auch das kann man sich selber basteln: Gesprächsrunden. Wir machen immer am ersten Mittwoch im Monat „Lernen“ zum Gesprächsgegenstand. Vor bald anderthalb Jahren ging es los, und inzwischen betrachteten wir unsere Erfahrungen mit Motivation, Blockaden, Selbständigkeit, Freude und vielen anderen Aspekten.

Der nächste findet am 6. April ab 18 Uhr im Dorfhaus Gessin statt, als Aufhänger haben wir das Hören gewählt.

Gesprächsabend Lernen

Funktion und Ästhetik

In Sachen Funktion fühle ich mich einigermaßen gut ausgestattet, ich habe Vorstellungen von Mechanik und weiß, wie die Nullen und Einsen im Binärcode zustande kommen oder wie HTML geht. Mein großes Fragezeichen steht bei Ästhetik. Wie mache ich es schön?

Und dann kommt auch noch Haltbarkeit ins Spiel oder Umweltverträglichkeit.

Aber die Schönheit macht mir doch am meisten zu schaffen…

Worauf ist zu achten? Ich werde mal die Augen offen halten und mich fragen, was ich schön finde. Ich schätze, dazu muss ich öfter mal innehalten…

Funktion und Ästhetik

Domino-Days

Klein aber nicht ohne! Bis das hier stand, ist es ungezählte Male gefallen. Wie ein Kind beim Laufenlernen… (Und es gab Tage der Resignation.)

Domino-Strecke
Sieht so einfach aus…
Domino-Strecke: Nu aber!
Jetzt soll es aber wirklich!
Domino-Strecke: plumps
Wenn das nicht zwischendurch immer schon passiert wäre

Tolles Training für Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Behutsamkeit, Konzentration, Frust-Toleranz, Durchhalten, Weitermachen… Und: der ganze Körper ist im Einsatz.

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Selber aussäen: Upcyceln von Verpackungen

Heute haben wir Samen in die Erde gebracht, und die Erde – mangels Blumentöpfen – in umfunktionierte Verpackungen gefüllt. Seht selbst:

Saatgefäß Milchkarton
Umfunktionierter Milchkarton: Gut ausspülen. An der Längsschweißnaht geschnitten, so dass eine stabilere Oberkante da ist.
Milchkartonminibeet
An der Mittelwand lässt sich das Minibeet gut greifen und dann herumtragen. Da unten keine Löcher drin sind, sollte es nicht allzu lange im Regen stehen…
Pappzylindertöpfe
Pappzylinder, unten gefalzt. Werden etwas unansehnlich im nassen Zustand, eignen sich aber gut zum Auspflanzen ins Freiland.

Heute kamen Kräuter in die Erde: Petersilie, Basilikum, Dill, Wilde Rauke. Wir nahmen Aussaaterde aus dem Baumarkt (mein Pferdedung-Kompost ist noch nicht reif), mal sehen, was da alles keimt… Nächstes Mal kommt pasteurisierte Erde zum Einsatz, dann kann ich vergleichen.

 

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Denken: Zeitung und Zeitgeist

Die Art, wie eine Zeitung Berichte erstattet, macht einen großen Unterschied in der Stimmung in einer kleinen Stadt, finde ich. Zumal, wenn sie die Regionalzeitung ist und damit eine gewisse Ausschließlichkeit innehat. Auch wenn sie meint, nur einen Zeitgeist wiederzugeben, so hat sie dennoch eine verstärkende Wirkung und bestätigt, bekräftigt das Bestehende.

Ich erlebe das Bestehende als eine Kultur des Draufhauens. Auf Abweichler. Auf Andersdenkende. Unterschiedlichkeit macht Angst, Inklusion ist nichtmal eine Fata Morgana am Horizont. Wenn jemand etwas sagt, was den Anderen nicht passt, dann stürzen die sich auf ihn.

Und die Zeitung? Allen voran. Ha, endlich ist’s vorbei mit den sauren Gurken! Endlich gibt’s wieder Frisches zu verwursten! Ja, und man muss natürlich so schreiben, dass alle es verstehen. Also ganz einfach. Möglichst wenige Kommata. Und: damit es spannend ist, noch ein bisschen polarisieren. (Ob etwas überhaupt sinngemäß erfasst ist, bedürfte des Gegenlesens, was aber wegen der Unabhängigkeit der Zeitung nicht praktiziert wird.)

Ich ziehe Erfahrungsaustausch der Meinungsmache vor. In besonnenem Rahmen. Bei geglätteten Wogen. Denn: „Wo rohe Kräfte sinnlos walten, kann sich kein Gebild gestalten.“ Zeitung: daran angemessene Berichterstattung könnte auch solches Klima begünstigen… Und dass das allgemeinverständlich geht, sehe ich bei den Kindernachrichten im KIKA. Und Spannendes gibt es ohne künstliche Vergrößerung genug: schließlich gibt es Menschen zu retten, Nachbarn, Freunde, Flüchtlinge, und das Leben auf unserem Planeten.

Denken: Zeitung und Zeitgeist

Lesung „Briefe an mich“

Ich hatte mich darauf eingestellt, eine Packung „Gedichte zum Pflücken“ |ext.| anzufertigen und einen Zweig damit zu bestücken, weil ich nicht recht mit Besucherinnen oder Besuchern rechnete – diesen Blog liest noch keiner der Näherwohnenden (ODER?), meine persönlich Eingeladenen haben sich nicht angemeldet, wie ich gebeten hatte (um mich mit Kaffee und Tee darauf einrichten zu können) und die Schaufenster-Besuchenden kommen gewohntermaßen nicht rein. (Wie im Internet: Freundliches Lächeln, viele Likes. Ganz unverbindlich.)

Ich war nur deshalb gekommen, weil ich einen kleinen Zettel ohne diesen Hinweis ausgehängt hatte und weil ich annahm von einigen Geladenen, dass sie möglicherweise spontan kommen würden, ohne meiner Bitte zu entsprechen. Ich wollte diese Menschen nicht auskunftslos vor einer verschlossenen Tür stehen lassen.

Dann kamen nacheinander zwei mir noch unbekannte Damen, die es aus der Zeitung wussten.

Ja, ich hatte jemanden in meinem Verteiler, der bei der Zeitung arbeitet. Ich hatte ihm die Einladung aber nicht als Pressemitteilung geschickt. Da muss ich wohl noch was lernen…

Nun, es wurde eine kurzweilige und inspirierende Stunde mit meinen für mich überraschenden Gästen (DANKE!), ich hoffe, nächstes Mal trauen sie sich und bringen Selbstgeschriebenes mit!!! (Und dem Reporter: Ist ja nochmal gut gegangen.) (Schade, dass er nicht gekommen ist. Mit eigenen Texten. Oder um einen Bericht zu schreiben für die Zeitung.)

Lesung „Briefe an mich“

Denk-Raum

Denken und Betrachten
Selber Denken: Hier über Grundbedürfnisse von Manfred Max-Neef

Ich habe eigentlich nur ein paar hässliche Flecken verdecken wollen. Für eine Autorenlesung. Dann sah es aus wie ein laufender Mensch, schematisch. Und dann packte ich ihm die 9 Werte in den Bauch, die Manfred Max-Neef als universell für alle Menschen gültige Grundbedürfnisse herausgearbeitet hat. (Nr. 10 sehe ich im Ganzen repräsentiert.) Die Gliedmaßen tragen die Daseinsformen, die uns zur Verfügung stehen und ebenfalls Bedürfnis sind: Sein, Haben, Tun, Sich Befinden. Diese „Sammlung“ stimmt mich optimistisch: Tun ist uns ein Bedürfnis, nicht nur Haben!

Wenn ich den Laden mieten kann, mache ich auch die Wände ordentlich. Beinahe schade. (Aber: das muss mich ja von nichts abhalten, auch nicht vom Denken.) Wer mit mir gemeinsam denken möchte, ist herzlich eingeladen.

Denk-Raum